• Am Anfang war das Feuer

    08.12.2009, Beitrag von/aus: u.d.e.

    Von allen Entdeckungen und Erfindungen ist es das Feuer, das die Entwicklung der Menschheit am stärksten geprägt hat. Der Mensch ist das einzige Lebewesen auf der Erde, das gelernt hat diese Naturgewalt zu seinem Nutzen einzusetzen. Feuer wärmt uns, spendet Licht, ermöglicht die Zubereitung der schmackhaftesten Speisen, gibt uns das Gefühl von Geborgenheit und schafft eine unvergleichliche Atmosphäre.

    Auch wenn in der heutigen Zeit die Familie nicht mehr allabendlich um das eigene Feuer herum sitzt, üben Feuer und Flamme heute wie vor tausenden von Jahren eine gleiche magische Faszination auf den Menschen aus. Ist das Erlebnis des "am Feuer sitzen" heute zwar "zivilisiert" – sprich in Form eines Kamins oder Schwedenofens ins häusliche Umfeld integriert – so kann sich doch niemand der Magie des ersten der vier Grundelemente allen Seins entziehen. Wie leicht gerät man ins Träumen. wenn man das Spiel der tanzenden und züngelnden Flammen beobachtet und dem Knistern und Knacken des brennenden Holzes lauscht?
    Seit seiner Entdeckung vor 500.000 Jahren vermittelt Feuer das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Ein wenig ähnelt unser heutiger Umgang mit dem offenen Feuer dem Verhalten unserer Vorfahren, die sich mit dem Feuer z. B. vor wilden Tieren in Sicherheit wussten. Auch heute lassen wir unsere Sorgen und Probleme für einen Moment außer acht, sobald wir uns an die heimelige Feuerstelle setzen.


    Mit einem Kamin können Sie sich somit beim Bau Ihres Hauses ein Stück weit dieses "Ur-" Gefühl von Geborgenheit, diese einzigartige Atmosphäre und angenehme, anhaltende Wärme nach Hause holen.
    Die Feuerstellen des 21. Jahrhunderts sind dabei funktional, äußerst komfortabel und hochmodern. Unterschiedlichste Bauformen und Ausführungen, vom offenen Kamin über einen designorientierten Kaminofen bis hin zur hocheffizienten Feuerungsstelle stehen zur Auswahl.

    Bevor Sie sich für eine bestimmte Kaminform entscheiden sollten Sie sich zunächst eine grundlegende Frage stellen. Soll der Kamin in erster Linie hübsch aussehen und den Raum zugleich mit einer gemütlichen, warme Atmosphäre versorgen, oder soll der Kamin primär eine heizende Funktion (auch für das übrige Haus) übernehmen? (selbstverständlich muss der Kamin dann nicht weniger gut aussehen und kann für die gleiche gemütliche Raumatmosphäre sorgen).

    So besitzt ein offener Kamin beispielsweise einen höheren Erlebniswert, als geschlossene Kamin-Systeme, da bei der offenen Feuerstelle keine "störende" Glasscheibe den Duft und das Knacken des brennenden Holzes verwehrt und keine russgeschwärzte Glasscheibe den Blick auf die Flammen trübt.



    Allerdings besitzen offene Kamine eine weitaus geringe Energieeffizienz. Lediglich 20% der Wärme kommt der Raumerwärmung zugute, die restlichen 80% entweichen über den Schornstein. Für die meisten energiebewussten Bauherren kommt daher der offene Kamin nicht in Frage. Etwas effizienter ist bereits ein Kamin mit Glastür vor dem Feuerraum, zudem hält diese den größten Teil der Verbrennungsgase und -gerüche zurück. Noch effizienter wird ein Kamin durch sogenannte Wassertaschen, in denen Wasser die Heizungswärme absorbiert und einem Pufferspeicher zuführt, welcher wiederum die gewonnene Wärme an die Heizungsanlage des Hauses abgibt. Auf diesem Wege ist eine Wärmenutzung von bis zu 60% möglich.

    Eine Alternative zu den fest unter dem Schornstein in die Wand integrierten Kamine sind die Kaminöfen, vor oder neben dem Schornstein stehend, über ein Ofenrohr mit dem Schornstein verbunden. Sie besitzen eine geschlossene Brennkammer und erreichen Nutzungsgrade von über 80%. Moderne wasserführende Kaminöfen gelten als besonders Energieeffizient, da sie ihre Wärme nicht nur an den Raum abgeben, in dem sie aufgestellt sind. Das im Kaminofen aufgeheizte Wasser gelangt über einen Wasserkreislauf zur Zentralheizung von wo aus alle Zimmer des Hauses von der Kaminwärme mit beheizt werden. Die Heizungsanlage wird dadurch deutlich entlastet und bisweilen sogar vollständig durch die Kaminwärme ersetzt. Ebenso kann die gewonnene Kaminwärme zur Heißwasserversorgung des Hauses beitragen.



    Kaminöfen, die mit erneuerbaren Energieträgern wie Holz, Holzbriketts oder Holzpellets befeuert werden gelten gegenüber Öfen, die mit fossilen Brennstoffen befeuert werden als besonders ökologisch und klimaneutral, da bei der Verbrennung nur soviel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen hat.

    Mit einem modernen Kaminofen tut man jedoch nicht nur der Natur einen Gefallen in dem man zur Reduzierung des Treibhauseffektes beiträgt. Man schont auch seine Finanzen nachhaltig, wie der folgende Vergleich zeigt. Verbraucht z. B. eine 4-köpfige Familie ca. 3.000 Liter Heizöl im Jahr, so zahlt sie hierfür rund 1600 € Heizkosten. Bei gleicher Heizleistung müsste Sie für die entsprechende Menge Erdgas sogar fast 2000 € bezahlen, während der entsprechende Verbrauch von Holzpellets nur mit rund 1260 € zu Buche schlagen würde. Im direkten Vergleich vom teuren Gas zu den günstigen Pellets bedeutet das eine Ersparnis von fast 40%.

    Neben den finanziellen und technischen Aspekten sind es aber auch immer die emotionalen Aspekte der häuslichen "Feuerstelle", die die Entscheidung für einen Kamin beeinflussen. Der Kamin macht das Zuhause in besonderer Weise zu einem heimeligen und geborgenen Plätzchen – fast fühlt man sich in die graue Vorzeit zurückversetzt als man am Feuer sitzend Schutz vor der Nacht und der Dunkelheit suchte.

    Wenn Sie sich beim Bau Ihres Traumhauses für "Ihre ganz persönliche Feuerstelle" erwärmen können, berät Sie GUSSEK HAUS gerne in Bezug auf die unterschiedlichen Kamin- und Heizwärmesysteme und hilft Ihnen die ausgewogene Lösung zwischen Funktion und Emotion zu finden. Gemauert, Naturstein, Gusseisen, Stahl oder Speckstein ... zahlreiche Hersteller und eine Vielzahl an Modellen und Ausführungen stehen zur Wahl.



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