• "Effizienzhaus" – Qualität für Wohngebäude

    23.10.2009, Beitrag von/aus: Stephan Hörnschemeyer

    Am 01.10.2009 werden die energetischen Anforderungen strenger. Die KfW überträgt die, an der EnEV 2007 ausgerichteten Förderstandards KfW-Effizienzhaus 100, KfW-Effizienzhaus 70 und KfW-Effizienzhaus 55 in neue entsprechende Standards auf Basis der EnEV 2009. Dabei bleiben die energetischen Anforderungen weitgehend gleich. Die neuen Bezeichnungen KfW-Effizienzhaus 55 bzw. KfW-Effizienzhaus 70 spiegeln die prozentual zulässigen Höchstwerte wider. Neu ist der Nachweis, das Referenzgebäudeverfahren. Nach wie vor sind GUSSEK-Fertighäuser in der Regel besser als es die Energieeinsparverordnung (EnEV) vorschreibt.


    „Neuer“ Begriff versus „alter“ Begriff:
    1. Die „alte“ Bezeichnung der KfW-60 (40) Häuser bezog sich auf den Jahres-Primärenergiebedarf (Qp). Dieser durfte nicht mehr als 60 (40) kWh pro Quadratmeter und Jahr betragen.

    2. Die „neue“ Bezeichnung KfW-Effizienzhaus 70“ (55) bezieht sich ebenfalls auf den Primärenergiebedarf (Qp). Jetzt nicht mehr mit einem absoluten Wert in Kilowattstunden, sondern mit einem prozentualen Wert. Dieser muss den maximal zulässigen Wert (100%) um mindestens 30% (45%) unterschreiten.

    Jedes noch so individuell geplante GUSSEK-Haus entspricht selbstverständlich der EnEV 2009. Effizienzhäuser von GUSSEK HAUS sind KfW-förderfähig und erfüllen bei entsprechender Ausführung selbstverständlich die Standards der KfW-Effizienzhäuser 70 bzw. 55.


    Das KfW-Effizienzhaus 85
    Diese Förderstufe für Neubauten wird nur zeitlich befristet voraussichtlich bis zum 30.06.2010 angeboten. Das Effizienzhaus 85 benötigt 85 Prozent des Primärenergiebedarfs des Referenzgebäudes. Der Transmissionswärmeverlust entspricht dem Wert des Referenzgebäudes nach EnEV 2009.

    • GUSSEK-Häuser sind KfW-förderfähig ...

    Das KfW Effizienzhaus 70
    Das KfW-Effizienzhaus 70 kommt mit 70 Prozent des Primärenergiebedarfs des vergleichbaren Referenzgebäudes aus. Der Transmissionswärmeverlust muss 15 Prozent unter dem Wert des Referenzgebäudes liegen. Das KfW-Effizienzhaus 70 bezeichnet Häuser mit einer hochwertigen energetischen Effizienz. Diese richtet sich nach dem in der EnEV festgelegten Standard.

    • ... denn sie erfüllen bei entsprechender Ausführung nicht nur die Anforderungen eines KfW-Effizienzhauses 70 ...

    Das KfW Effizienzhaus 55
    Ein KfW Effizienzhaus 55 benötigt nur 55 Prozent des Primärenergiebedarfs, die ein Neubau in Deutschland maximal verbrauchen darf. Der Transmissionswärmeverlust liegt bei 70 Prozent im Vergleich zum Referenzgebäude. Dieser höchste von der KfW gesetzte Standard wird ab Anfang 2010 gefördert.

    • ... sondern erfüllen bei entsprechender Ausführung schon heute die hohen Anforderungen eines KfW-Effizienzhaus 55 .

    Übersicht
    • KfW-Effizienzhaus 55: * Qp: 55 %, Ht: 70 %
    • KfW-Effizienzhaus 70: * Qp: 70 %, Ht: 85 %
    • KfW-Effizienzhaus 85: * Qp: 85 %, Ht: 100 %
    • KfW-Effizienzhaus 100: * Qp: 100 %, Ht: 115 %
    * Alle Werte beziehen sich auf die EnEV 2009.
    Jahresprimärenergiebedarf: Qp
    Transmissionswärmeverlust: Ht


    Förderung durch die KfW
    Innerhalb des Programms “Ökologisch Bauen” fördert die KfW-Bank bis zu einer Darlehenssumme von 50.000 Euro.


    Erläuterungen:

    Referenzgebäudeverfahren
    Als Nachweis der Berechnung gilt nun das Referenzgebäudeverfahren. Für jedes noch so individuell geplante Haus werden Jahresprimärenergiebedarf (Qp) und Transmissionswärmeverlust (Ht) zweimal ermittelt. Zum einen für das individuell geplante Kundenhaus, zum anderen für das zugehörige, sogenannte Referenzgebäude. Aus dem Vergleich der beiden Werte ergibt sich die KfW-Förderstufe.

    Jahres-Primärenergiebedarf
    Der Primärenergiebedarf (Qp) ist ein berechneter Energiebedarf, der den primären Aufwand der Energieherstellung/Energiegewinnung mit berücksichtigt. Regenerative Energien sind deshalb im Vorteil.

    Jahres-Heizwärmebedarf
    Der Jahres-Heizwärmebedarf beschreibt diejenige Energiemenge, welche das Heizsystem für die Gesamtheit der beheizten Räume in einem Jahr benötigt. Interne Wärmegewinne und passive solare Wärmegewinne werden berücksichtigt.

    Wärmeverluste von innen nach außen
    Der Transmissionswärmeverlust (Ht) bezeichnet die Wärme, die durch Außenwände, Fenster, Dach und Lüftung verloren geht. Je kleiner die Wärmeverluste desto besser.

    Kompakte Gebäude sind im Vorteil
    Gebäude mit größeren Kompaktheitsgraden sind energetisch im Vorteil.




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