• Das Duell: Wie viel Haus gibt es fürs Geld

    11.06.2010, Beitrag von/aus: Fachschriften Verlag - Stephan Hörnschemeyer


    Das Duell – der Entwurf von GUSSEK HAUS


    Das Einfamilienhaus ist nach strengen grundstücksbedingten Vorgaben konzipiert. Schmale, extreme Grundstücke bedürfen einer besonderen Lösung, so wie dieser Entwurf eines Langhauses für 4 Personen zeigt.


    Fertighaus-Erdgeschoss
    Im Erdgeschoss wird das individuelle Fertighaus über einen traufenseitigen Eingang mit Diele und Garderobe von Osten erschlossen. Nach Süden erschließt sich die offene Wohnküche und bietet viel Platz für einen üppigen Esstisch. Eine handwerklich gefertigte Treppe führt vom Koch- und Essbereich in das darüber liegende Wohnzimmer im Dachgeschoss. Von der Diele aus gelangt man in das nach Norden orientierte Elternschlafzimmer. Der Diele zugeordnet ist ein Garderobenbereich. Hier hat der Fertighaus Architekt bereits an das Alter der Bauherren gedacht, indem sowohl das Schlafzimmer als auch das angrenzende Dusch-Badezimmer zu ebener Erde platziert sind. Somit wird das Haus, bei begrenzten Ausdehnungs-Möglichkeiten, auch von älteren Bauherren bewohnbar sein, ohne dass dazu in der Zukunft aufwendige Umbaumaßnahmen notwendig würden. Das Erdgeschoss ergänzt zusätzlich ein Hauswirtschaftsraum (für die optionale Variante eines Haus auf Bodenplatte). Bei einer für diesen Entwurf vorgesehenen Unterkellerung des Hauses kann dieser Raum auch als Arbeits- oder Gästezimmer genutzt werden.


    Fertighaus-Dachgeschoss
    Im Dachgeschoss trennt ein „Zwischen-Bereich“ - bestehend aus einem Multifunktionsraum und einem Duschbad für die Kinder - die beiden identisch großen Kinderzimmer von dem Wohnraum. Somit werden die Kinderzimmer zu Rückzugsorten. Das „gefangene“ Zimmer zwischen Wohnbereich und Kinderzimmer kann von allen Familienmitgliedern als Spiel-, Hobby, PC-Arbeits-Bereich, Ankleideraum, zweites kleines Wohnzimmer, Heimkino oder dergleichen genutzt werden. Um unnötigeFlure im Dachgeschoss zu vermeiden hat der Fertighaus Architekt die Überlagerung von Verkehrsflächen und Raumflächen gewählt. Durch diesen planerischen „Trick“ wird das Dachgeschoss äußerst variabel und großzügig, verleiht diesem Entwurf etwas ganz Spezielles und setzt es von den vielen Einfamilienhaus-Grundrissen positiv ab. Die hohen Traufen dieses Gebäudes werden durch die Fassaden-Gliederung „entschärft“. Das EG ziert eine Rhombo-Holzprofil-Fassade mit horizontalen, breiten und tiefen Schattenfugen. Das DG des Langhauses erhält eine einschalige Putzaußenwand als Fassade. Optionale Nebengebäude mit Flachdächern (Carport, Geräteraum, Freisitz, etc-) lassen sich ästhetisch und stilsicher an das Langhaus angliedern.


    Daten zum Entwurf:
    Maße: 13,00 m x 6,00 m;
    Drempel: 180 cm;
    Satteldach: 25° Dachneigung, I-geschossig (in Niedersachsen)

    Wohnfläche:
    EG = 58,83 m²;
    DG = 55,50 m²
    Summe = 114,33 m²

    Raumgrundfläche:
    EG = 58,83 m²;
    DG = 58,50 m²
    Summe = 117,33 m²

    Fassade:
    EG = Rhombo-Holzprofil-Fassade;
    DG = einschalige Putz-Fassade

    Ausbaustufen: Ausbauhaus, Technikfertig, Fast Schlüsselfertig, Schlüsselfertig

    Heiz-System:
    Luft/Wasser-Wärmepumpe (Effizienzhaus 70 gemäß EnEV 2009)
    Primärenergiebedarf: 63,41 KWh/m² a
    Heizwärmebedarf: 60,99 KWh/m² a
    Endenergiebedarf: 24,40 KWh/m² a

    Preis:
    KfW-Effizienzhaus 70 ( EnEV 2009 )
    schlüsselfertig ab 172.330,- Euro
    Preis ab OK Bodenplatte

    Nachzulesen in: " pro fertighaus ", Ausgabe 5/6-2010, Seite 36.


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