• Fertighaus - schlank und rank auf schmalem Grundstück

    16.08.2010, Beitrag von/aus: bauen 06-07-2010, ab Seite 12


    Bauplätze in gewachsenen Wohngebieten sind gesucht – und rar. Sie bieten häufig die Nähe zur Innenstadt, zu Geschäften, Schulen, Ärzten und kulturellen Einrichtungen. Wenn sie überhaupt zu bekommen sind, handelt es sich meist nicht um die Filetstückchen. Denn die sind schon vor viel längerer Zeit bebaut worden. Doch es lohnt sich, nach Lücken zu suchen. Auch wenn sich ihr Reiz dem Laien auf den ersten Blick häufig gar nicht erschließt. Manchmal sind es aber auch Bauauflagen, die bei einer an sich attraktiven Parzelle die Alarmglocken schrillen lassen sollten.

    Bei ernsthaftem Interesse empfiehlt es sich deshalb, unbedingt einen Fachmann zu Rate zu ziehen, der die Bebaubarkeit beurteilen kann. An ein Tortenstück (wenn auch nicht mit Spitze) erinnert das Grundstück in unserem Beispiel zumindest von der Straße her gesehen; mehr oder weniger eingeklemmt durch zwei Häuser. Sollten die Grenzabstände zu den seitlichen Nachbarn eingehalten werden, passte nur ein superschmaler Baukörper hinein. Möglich wäre natürlich ein hinten und vorne gleichbleibend schmales Gebäude gewesen. Vermutlich mit dem Charme eines Reihenmittelhauses ohne flankierende Eckhäuser. Und mit deutlich weniger Wohnfläche als bei der realisierten Fertighaus-Lösung mit dem „Vorbau“ zur Straßenseite. Erschwerend hinzu kamen auch noch ein ausgefallenes Baufenster und Auflagen der Denkmalbehörde wegen des nebenstehenden Fachwerkhauses.

    Eine echte Herausforderung also für die Fertighaus-Spezialisten vonGussek und ihren planenden Architekten. Wie gesagt, mit dem Standard im Hausbau – einer rechteckigen Grundfläche – war in diesem Fall kein Blumentopf zu gewinnen. Die Bauherren selbst hatten lediglich grobe Vorstellungen von ihrem Haus. Die Architektur sollte modern erscheinen, die Aufteilung der Räume großzügig sein. Wie aber zum Beispiel Wohnräume in einem schmalen Haus ausgerichtet werden können, war den Bauherren nicht klar. Damit die Räume in solch einem schmalen Haus nicht die Ausstrahlung eines alten Schulgebäudes ausstrahlen, sind die Planer zweifellos gefordert. Hier sind Lösungen mit Pfiff gefragt, für die sich anspruchsvolle Bauherren auch noch begeistern lassen.

    Langeweile ist out
    Etwas Langweiliges schwebte dem Fertighaus-Architekten selbstredend nicht vor. Zwar entwarf er in der Tat ein rechteckiges, dreigeschossiges Gebäude mit lediglich fünf Metern Breite, und stellte dieses dem Grundstückszuschnitt entsprechend im Verhältnis zur Nachbarbebauung schräg versetzt auf den Baugrund, doch bekam dieser Baukörper einen eingeschossigen „Vorbau“. Vorne fluchtet dieser mit der Straße, von der rechten Seite aus gesehen erinnert er an den Bug eines Schiffes. Während das „Haupthaus“ weiß verputzt wurde, erhielt der Flachdachbaukörper eine Holzverschalung. Damit wurden die Vorgaben der Denkmalbehörde bezüglich des Fachwerkhauses auf dem Nachbarplatz gekonnt umgesetzt, ohne wirklich rustikal zu wirken. Viel Glas und dezent eingesetzte Zinkverkleidungen unterstreichen die insgesamt moderne Fertighaus-Architektur. „Diese Materialkombinationen sehen einfach herrlich aus“, finden die Ehepartner. Von außen lässt sich nur erahnen, dass im Inneren dieses Hauses offenes Wohnen und Gemütlichkeit eine gekonnte Verbindung eingehen. Auffallend ist die klare Struktur. Das Fertighaus öffnet sich über eine großzügige Diele. Da es nicht unterkellert ist, wurde gleich neben der Haustür ein Hauswirtschaftsraum eingerichtet, in dem auch die Gastherme installiert ist, die das Fertighaus mit Wärme versorgt. Auf dieser Seite finden wir auch das Gäste-WC. Rechter Hand wurde die großzügige, unkonventionell geschnittene Küche platziert. Sie ist sowohl von der Diele aus zugänglich als auch mittels Schiebetür vom Essbereich. Da über Eck angeordnet und mit zwei großen Fenstern ausgestattet, können von der Küche aus Eingang und Straße gut überwacht werden. Das Flachdach lässt sich zum Teil als Dachterrasse nutzen, während es über dem Essplatz einen verglasten Ausschnitt erhielt, der für reichlich Tageslicht und interessante Effekte sorgt.Den größten Teil des Erdgeschosses nimmt der offen gestaltete Lebensbereich, bestehend aus Küche, Ess- und Wohnraum ein. Geschmackvoll aufeinander abgestimmte, überwiegend helle Farben lassen ein modernes Lebensgefühl aufkommen. Großzügigkeit vermitteln die in allen Räumen durchgehend verlegten Bodenfliesen, unter denen sich die Fußbodenheizung verbirgt.

    Da sich die Ostseite mit der Zufahrt zum Carport im Erdgeschoss nahezu fensterlos präsentiert, wurde mit bodentiefen Fenstertüren zum Garten hin ein Ausgleich geschaffen. In Verbindung mit der bereits angesprochenen Dachverglasung des Essbereiches garantieren sie bei entsprechender Witterung sonnenlichtdurchflutete Räumlichkeiten. Außerdem gewähren sie Zugang in den zwar kleinen, aber schön angelegten und intensiv genutzten Garten.Die Jugend zieht's nach oben Ins Wohnkonzept integriert ist die Vollholztreppe ins Obergeschoss. Treppen werden bei Gussek Hausnicht etwa zugekauft, sondern in einer speziellen Abteilung nach den individuellen Vorgaben des zu erstellenden Hauses selbst gefertigt. Das garantiert absolute Passgenauigkeit und die optimale gestalterische und farbliche Anpassung.


    Das erste Obergeschoss bietet, wie heute allgemein bei zweigeschossigen Häusern üblich, Platz für die Individualräume der Familie. Hier sind es ein großzügiges Elternschlafzimmer, ein komfortables Bad mit Bad und Dusche sowie ein mit 15 Quadratmetern ordentlich bemessenes Kinderzimmer. Highlight ist sicherlich die Dachterrasse vor dem Elternschlafzimmer. Entsprechend gern wird sie genutzt. Das
    Dachgeschoss bietet zwei weitere große Räume, nutzbar als Spiel- oder Gästezimmer. Hier fühlt sich insbesondere der jugendliche Nachwuchs wohl. Schätzt er doch die Rückzugsmöglichkeiten und die Eigenständigkeit der Räume unter den Schrägen des 42-Grad-Satteldaches. Ein 80 Zentimeter hoher Kniestock (Drempel) gewährleistet eine gute Möblierung.

    Förderfähiges Fertighaus als Effizienzhaus
    Dank der zweischaligen Außenwand ist jedes Gussek Fertighaus ein solide gebautes Energiesparhaus. Die Außenwand dämmt mit einem U-Wert von 0,133 W/m2K ausgezeichnet und ist damit auch ökologisch überzeugend. Zeitgemäße Wände und Fenster halten im Winter die Wärme im Haus und sperren im Sommer die Hitze aus. Damit sind sie mühelos förderfähige KfW-Effizienzhäuser der Kategorie 70.
    Mit einigen wenigen Ergänzungen werden sie sogar zu KfW-Effizienzhäusern 55.

    Fazit:
    Dieses Fertighaus hatte nur einen beschränkten Raum auf dem Grundstück vorgefunden. Nicht zuletzt deshalb wuchs es drei Wohnebenen in die Höhe. Für den Architekten war die Umsetzung der Wohnwünsche der Eigentümer eine echte Herausforderung, die zur vollsten Zufriedenheit gemeistert wurde. Die Bauherrin jedenfalls berichtet voller Stolz und Anerkennung über die Partnerschaft mit Gussek Haus: „Die Zusammenarbeit mit dem Architekten und dem Unternehmen war einfach Klasse. Wir leben jetzt in unserem Traumhaus.“ Wohl dem, der solches nach seinem „Bauerlebnis“ sagen kann.

    Grundrisse zu diesem Fertighaus unter:www.gussek-haus.de/fertighaus_schmales-grundstueck_512_sub-629_id-223.html



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