• Glück durch Glas

    12.11.2009, Beitrag von/aus: Pro Fertighaus 11-12/2009

    Sonnenlicht macht glücklich. Richtig dosiert, hebt es beim Menschen die Stimmung und senkt beim Haus den Energiebedarf. Bauen mit Glas ist unter anderem deshalb ein anhaltender Trend.

    Der Wintergarten steht auf der Wunschliste von Baufamilien immer noch ganz weit oben. Glas wird zunehmend großzügig in die Haushülle integriert, anstatt wie früher als abgeschlossener Wintergarten angehängt zu werden. Vom klassischen Glaserker über die zweigeschossige Glasfassade mit verglastem Dacheinschnitt bis zu Über-Eck-Verglasungen ist heute im Fertighaus-Bau alles möglich.

    Große Glasflächen zum beheizten Wohnraum hin sind dank moderner Materialien energetischkein Problem mehr. Das ermöglicht kostengünstigere Varianten als den separaten Wintergarten. Das liegt vor allem daran, dass durch hochentwickelte Gläserund Haustechnik die altbekannten Wintergartenproblemchen wie extremes Auskülen, Kondenzwasserbildung oder Überhitzung entschärft wurden.

    So schafft mderne Technik mehr Wohnkomfort
    Heutige Zweifach- oder Dreifachverglasungen (mit Edelgasfüllung) haben bessere Dämmwerte - U-Werte -und bieten damit mehr Komfort. Sie verhindern nämlich, dass die Scheiben nachts oder im Winter zu kalt werden. Das spart nicht nur Heizenergie, sondern verbessert auch das Wohnklima, denn früher strahlten kalte Glasflächen unangenehm in den Raum ab. Außerdem kondensiert die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr an den Scheiben. Und da viele Häuser heute durch eine kontrollierte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung optimal gelüftet werden, gehören Hitzestau und Feuchteschäden im Wintergarten der Vergangenheit an.

    So wichtig ist der richtige Sonnenschutz
    Große Glasflächen holen nicht nur viel Licht, sondern auch viel Snnenwärme ins haus. Das ist im Winter und in der Übergangszeit erwünscht, da solare Energiegewinne bei der Berechnung des Energiebedarfs berücksichtigt werden und so den Heizwärmebedarf senken können. Deshalb haben moderne Gläser neben einem besseren U-Wert auch einen höheren g-Wert - Gesamtenergiedurchlassgrad - , das heißt, sie lassen mehr Wärme ins haus als heraus.

    Um so wichtiger ist ein guter Sonnenschutz für den Sommer. Am wirkungsvollsten sind außen liegende ollos. Sie bewirken nämlich, dass die Hitze erst gar nicht durch die Scheibe hindurch geht und ins Haus kommt. Diese Lösung ist aber auch am teuersten, da die Rollos meist elektrisch gesteuert werden und mit einem Sturmmelder ausgestattet sind, der sie bei zu starkem Wind automatisch einfährt und vor Beschädigung schützt. Wir diese Lösung von Anfang an mit eingeplant und eventuell erst einmal nur vorinstalliert, ist das finanziell oft günstiger, als im Nachhinein Notlösungen zu suchen. Die elektrische Steuerung kann dann später einfacher eingebaut werden. Für größere Glasscheiben in Dachflächen ist eine außenliegende Verschattung empfehlenswert.

    Innenliegende Rollos sind preisgünstiger zu haben, schützen aber am wenigsten vor Hitze. Deshalb muss hier ein gutes Ablüften der Wärme möglich sein. Mittlerweile gibt es auch Produkte mit Jalousien in den Scheibenzwischenräumen. Vorteil: Die Beschattung ist geschützt und fällt optisch weder außen och innen störend ins Auge.

    Wieviel Wärme ins Haus kommt, hängt von der Himmelsrichtung ab. Große Glasflächen nach Süden sollten auf jeden Fall von außen zu verschatten sein. In der Nordfassade machen sie energetisch wenig Sinn. Außerdem sollte bei der Planung überlegt werden, zu welcher Tageszeit man am meisten Licht braucht. Während im Osten hauptsächlich die tiefstehende Morgensonne hereinscheint, kann man durch Verglasungen auf der Westseite vor allem die Abendsonne geniessen.





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