• Fit for Future

    07.03.2009, Beitrag von/aus: pro fertighaus 3/4-2009

    Energiesparen ist das Megathema unserer Zeit. So soll noch in diesem Jahr die Energieeinsparverordnung (EnEV) für Wohngebäude weiter verschärft werden. Die heutigen KfW-40 und Passivhäuser sind jedoch in jedem Fall fit für die Zukunft. Wir zeigen, wie die Energiesparer von morgen aussehen.

    Die Novelle der EnEV 2009 sieht vor, den Energieverbrauch für Warmwasser und Heizung in Neubauten um etwa 30 Prozent zu senken. Obwohl der Entwurf noch nicht endgültig abgesegnet ist, hat die staatliche KfW Förderbank bereits im Novwember 2008 ihre zukünftigen Förderrichtlinien vom Einfamilienhaus und Zweifamilienhaus skizziert. Demnach wird das sogenannte KfW Effizienzhaus wie gehabt mit günstigen Krediten gefördert, "hoch-effiziente" Häuser sogar mit einem direkten Tilgungszuschuss. Die Effizienz soll in drei Klassen aufgeteilt werden: 20 Prozent unter der neuen EnEV, 40 Prozent und 60 Prozent darunter.

    Auch wenn noch Details ungeklärt sind, fest steht, dass das heutige KfW 40 Haus und das Passivhaus den künftigen Anforderungen gerecht sein wird. Bedeutet der EnEV Standard für das Einfamilienhaus derzeit zwischen höchstens 110 und 130 Kilowattstunden (kWh) Primärenergiebedarf pro Quadratmeter und Jahr, werden es künftig um die 90 kWh sein. Zieht man davon nochmals 60 Prozent für das hocheffiziente Haus ab, liegt man ziemlich genau beim aktuellen KfW 40 Haus.

    In dem Begriff Primärenergiebedarf wird die komplette im Haus benötigte Energie zusammengerechnet. Es geht also um die Heizung, die Energie für die Warmwassererzeugung und um die eingebaute Haustechnik. Die Haustechnik kann je nach Anlagentechnik ganz unterschiedlich im Stromverbrauch sein. Berechnet wird der Primärenergiebedarf deshalb aus dem zu erwartenden Heizwärmebedarf zuzüglich einem pauschalierten Wert von 12 kWh pro Quadratmeter und Jahr für Warmwasser multipliziert mit der sogenannten Anlagenaufwandszahl. Und die Anlagenaufwandszahlfällt je nach Energieträger - Gas, Öl, Strom, Holz, Solarenergie, Erdwärme - unterschiedlich hoch aus.

    Um die nationalen ökologischen Ziele zu erreichen, gilt für eine Heizungsanlage, die mit regenerativer Energie betrieben wird, ein niedriger Multiplikator. Während für eine Holz-Pelletanlage ein Multiplikator von 0,2 gilt, wird für eine Stromheizung, die sich nicht aus regenerativen Energiequellen bedient, ein hoher Multiplikator von 2,7. Häuser mit dem gleichen Heizwärmebedarf können bei der Berechnung des Primärenergiebedarfs daher weit auseinanderliegen. Und Häuser mit dem gleichen Primärenergiebedarf können unterschiedlich viel Heizenergie verbrauchen.
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    Quelle: Fachschriften Verlag, pro fertighaus, 3/4-2009, Seite 26 ff.


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